Fettiges Haar

Frau mit fettigem Haar
Jede Frau fürchtet sich davor: fettiges Haar. Dabei ist strähniges, fettiges Haar kein Schicksal, das frau einfach hinnehmen muss. Manchmal sind sogar medizinische Ursachen für fettige Haare verantwortlich, sodass Mittel aus der Apotheke Linderung versprechen.
Übermäßige Fettproduktion verursacht fettiges Haar
Jedes einzelne unserer Haare ist von einem feinen Ring – den Talgdrüsen – umgeben. Diese Drüsen produzieren bei jeder Bewegung des Haars das sogenanntes Sebum, das die Talgdrüsen an das Haar abgeben. Dieses Fett aus den Talgdrüsen umhüllt das Haar wie eine schützende Hülle, macht es geschmeidig und vermindert den Einfluss schädigender Umwelteinflüsse. Wird zuviel Fett gebildet, spricht man einer Seborrhoe, umgangssprachlich auch fettiges Haar genannt. Die Haare wirken strähnig und glänzen fettig.
Verschiedene Ursachen können für eine übermäßige Talgproduktion verantwortlich gemacht werden. Fettiges Haar kann einerseits Veranlagung sein, aber auch im Laufe des Lebens erworben werden. Wird die Kopfhaut etwa verstärkt angeregt, produzieren die Talgdrüsen mehr Fett. Wer beispielsweise jeden Tag Kopfbedeckungen trägt, muss damit rechnen, fettiges Haar zu bekommen. Aber auch Stress, eine ungesunde Ernährung, Medikamente und Hormonumstellungen, wie sie für die Pubertät und die Wechseljahre typisch sind, können fettiges Haar verursachen.
Richtig Haare waschen
Fettige Haare dürfen nicht gewaschen werden! Durch häufiges Waschen erhält die Kopfhaut das Signal noch mehr Talg zu produzieren, die Haare werden noch fettiger. So schwer es anfangs auch fällt, aber fettiges Haar sollte höchstens zweimal in der Woche vom Alltagsschmutz befreit werden. Lauwarmes Wasser ist hierfür ideal, zu heiße Temperaturen wirken ebenfalls talganregend. Bei der Auswahl geeigneter Pflegeprodukte sollte darauf Wert gelegt werden, dass diese die Kopfhaut nicht austrocknen. Sämtliche Pflegeprodukte (Haarshampoo, Haarwasser und Co.) für fettiges Haar sollten sanft in die Kopfhaut einmassiert werden, anschließend müssen alle Rückstände gut heruntergespült werden. Die Alternative zum herkömmlichen Shampoo bildet das sogenannte Trockenshampoo, das in fettiges Haar gesprüht und nach einer kurzen Einwirkzeit wieder ausgekämmt wird.
Hilfe aus der Naturapotheke
Schon Kleopatra kannte die zahlreichen Küchengeheimnisse, um ihrer natürlichen Schönheit den extra Kick zu geben. Auch fettiges Haar kann mithilfe diverser Kräuter wirkungsvoll bekämpft werden. Natürliche Wirkstoffe entfetten sanft die Kopfhaut und beruhigen die Talgdrüsen. Wer sich selbst ein pflegendes Haarwasser zusammenmischen möchte, sollte Rosmarin, Salbei, Brennnessel, Minze, Birkenblätter und Thymian nicht vergessen. Starker Pfefferminztee, der eine Stunde abgekühlt ist, kann ebenfalls zur Behandlung fettiger Haare dienen. Eine spezielle Mischung aus 50Gramm Klettwurzel, 100 Gramm Thymianblättern, 50 Gramm Queckenwurzel, 50 Gramm Birkenblättern, 50 Gramm Erdrauch sowie 100 Gramm Rosmarinblättern ergeben einen Tee, der als Kurbehandlung mehrere Wochen getrunken wird. Schon lange kein Geheimtipp mehr ist Heilerde, die mit Wasser angerührt, einen geschmeidigen Brei und das Nonplusultra gegen fettige Haare darstellt. Einmal in der Woche soll der Heilerde-Brei in die Kopfhaut einmassiert werden, nach zehn Minuten Einwirkzeit wieder heruntergespült werden.
Medizinische Ursache: Frag deinen Apotheker!
In Abstimmung mit dem Hautarzt können medizinische Haarpflegeprodukte, etwa Haarshampoos und Haarwasser verwendet werden, welche die Kopfhaut und Haare entfetten und die Produktion der Talgdrüsen bremsen. Zu den wirksamen Inhaltsstoffen gegen fettiges Haar gehören etwa Selen oder Teer.